Gänseblümchen

Kraft der Kräuter

Für die Fachleute: Bellis perennis

Setzt sich aus den lateinischen Wörtern bellus = hübsch und perennis = ausdauernd zusammen und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).
In dem blühenden Kraut finden sich Saponine, Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe, Polyine, Schleimstoffe und etwas ätherisches Öl.
Nicht nur als Liebesorakel aus Erinnerungen an meine Kindheit in der das Gänseblümchen für das beliebte „er liebt mich – er liebt mich nicht“ herhalten durfte und aus der damit verbundenen Hoffnung, dass die letzte Korbblüte übrig bleibt damit sich ein „er liebt mich“ ausgeht ist mir das Gänseblümchen sehr gut bekannt sondern auch wegen der wunderschönen Haarblumenkränzchen welche wir auf unterschiedlichste Art und Weise versuchten zu „flechten“.
Erst im Zuge der Ausbildung zur Kräuterpädagogin begann ich mich intensiver mit dem Gänseblümchen zu beschäftigen und durfte die Vielfalt dieser seit dem Mittelalter geschätzte Heilpflanze genauer kennen lernen.
Weil das Gänseblümchen seine Blüten stets nach der Sonne richtet und sonnenähnliche Korbblüten hat, untersteht es der Sonne, die den Menschen unter anderem über das Immunsystem regiert.
Die Heileigenschaften sind wundheilend, entzündungshemmend, blutreinigend, stuhlerweichend, bindegewebsfestigend, antiviral, schleimlösend und regt den Hautstoffwechsel an. Deshalb wird „Bellis“ im Volksmund Tausendschön genannt, eine Heilpflanze für die Haut und die Schönheit.
Ihre Blüten zieren nicht nur Teemischungen für die Schönheit sondern sie regen den Hautstoffwechsel an und helfen Eiter und Furunkel abzubauen. Nicht zuletzt wirkt „Bellis“ wegen seiner antiviralen Saponine sogar einem Lippenherpes entgegen – Bellis-Tinktur zweimal täglich 10 Tropfen innerlich und äußerlich zum Betupfen.

„Wundmittel“ von der Wiese und wertvolle Rezepte:


Teemischung:
Zwei Teelöffel (TL) Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen, täglich sollte man drei Tassen über vier Wochen trinken
Kaltauszug – acht TL getrocknete oder eine Handvoll frische Blütenköpfe mit einem Liter kaltem Wasser ansetzen. Acht Stunden ziehen lassen, danach abseihen und über den Tag verteilt trinken.
Dieser Tee wirkt nicht nur zur Blutreinigung er soll sich auch besonders positiv auf unreine Haut auswirken und kann ebenfalls als Wickel für Hautleiden wie Akne, Furunkeln und schlecht heilende Ekzeme verwendet werden. Auch die Heilung kleinerer Wunden beschleunigt das Heilpflänzchen.

Tinktur bei unreiner Haut und Ausschlag:


Zutaten:
• ca. 100 g frische Gänseblümchenblüten
• 700 ml Alkohol (40 Vol.-%)
Zubereitung:
Blüten in eine Flasche füllen, mit Alkohol aufgießen, bis sie bedeckt sind. An einem hellen, warmen Ort stellen, öfters schwenken. Nach vier Wochen in eine dunkle Flasche sieben.
Anwendung:
Äußerlich verdünnt
Innerlich – Erwachsene nehmen 2-3 mal täglich 30 Tropfen ein.
Gänseblümchenbalsam bei Ekzemen, Neurodermitis, Schuppenflechte:
Zutaten:
• 100 g Gänseblümchenblüten
• 200 ml Sonnenblumenöl
• 10 g Bienenwachs
• 10 g Lanolin
Zubereitung:
Blüten im Öl kurz erhitzen, vom Herd nehmen, über Nacht ziehen lassen. Absieben wieder erwärmen, Bienenwachs und Lanolin darin unter ständigem Rühren schmelzen.
Anwendung:
Mehrmals täglich auftragen.
Gänseblümchen heilt die Haut, ganz sanft entgiftet und reinigt das zarte Pflänzchen von innen – zugleich bekämpft es von außen Unreinheiten und Entzündungen.

@ ich mag Gänseblümchen, weil sie so schön sind ; )
@ ich habe dieses Jahr anlässlich meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin nicht nur begonnen Kräuter zu erkennen und über sie Wissen zu sammeln, ich habe auch begonnen diese für Tee zu trocknen und habe einige Gläser Gänseblümchen getrocknet.